Motiv (c) Rayk Goetze

Glück (Le Bonheur)

Eric Assous | Deutsch von Kim Langner

Der Charme von zufälligen Begegnungen liegt darin, dass sich dabei meistens Menschen begegnen, die eigentlich absolut nicht zueinander passen. Louise und Alexandre lernen sich eines Abends kennen, und finden Gefallen aneinander. Beide sind gut über fünfzig und immer „noch offen für Flirts“. Doch damit hat sich’s. Louise schreibt Kinderbücher und hat nach sechs Jahren Ehe festgestellt, dass sie dazu nicht geeignet ist. Alexandre, Besitzer eines gut gehenden Restaurants und Vater von drei Kindern, will sich gerade scheiden lassen.

Wie es so kommt, wird auf dem Nachhauseweg vor ihrer Haustür noch ein Drink oben bei ihr verabredet und sie verbringen die Nacht miteinander. Am Morgen danach die ernüchternde Realität: "Sehen wir uns wieder?" fragt sie. "Ganz bald" antwortet Alexandre vage. Louise versteckt den Schlüssel – Alexandre ist in ihrem Apartment gefangen.

So nimmt eine ausgesprochen amüsante Geschichte ihren Lauf. Im mittleren Alter, durch sehr unterschiedliche Erfahrungen geprägt, werden beide offensichtlich von der Sehnsucht nach einer glücklichen Beziehung getrieben. Das geht nicht ohne Konflikte, unzählige Missverständnisse, Lügen und Entlarvungen, und ungemein komische Momente ab. Denn macht uns die Reife des Alters toleranter oder kompromissloser? Und könnte man sich überhaupt noch ändern? Ist die jeweilige amouröse Vergangenheit eine Bereicherung – oder doch eher ein Handicap? Und glaubt man denn tatsächlich noch an die ‚Wahre Liebe’? Die Liebe und das Leben zu zweit: Eine Gleichung, die mit zunehmendem Alter immer seltener aufgeht, aber vielleicht dieses Mal doch.

Mit „Glück“ zeigt das Theater Poetenpack nach „Achterbahn“ nun ein weiteres Erfolgsstück des französischen Autors Eric Assous.

Premiere: Herbst 2026

Aufführungsrechte: Litag Theaterverlag GmbH & Co. KG

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