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Nathan der Weise

Gotthold Ephraim Lessing | 2015

Nächste Vorstellung:

26.09.2017
Iserlohn

18.10.2017
Gifhorn

19.10.2017
Gifhorn

13.01.2018
Sulingen

31.01.2018
Göppingen

mehr Termine

Besetzung

Martin Molitor (Sultan Saladin [A-Besetzung]), Andreas Hueck (Sultan Saladin [B-Besetzung]), Simone Kabst (Sittah, dessen Schwester), Teo Vadersen (Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem), Clara Schoeller (Recha, dessen angenommene Tochter), Johanna Lesch (Daja, eine Christin, aber im Hause des Juden als Gesellschafterin der Recha [A-Besetzung]), Gundi-Anna Schick (Daja, eine Christin, aber im Hause des Juden als Gesellschafterin der Recha [B-Besetzung]), Felix Isenbügel (Ein junger Tempelherr), Reiner Gabriel (Ein Derwisch, Al-Hafi / Ein Klosterbruder), Willi Händler (Der Patriarch von Jerusalem), Arne Assmann (Musiker), Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund (Chor von Juden, Muslimen, Christen), Sylvia Rentmeister (Theaterpädagogin).

Regie: Andreas Hueck
Ausstattung: Janet Kirsten
Komposition: Bardo Henning

Beschreibung

Die berühmte Ringparabel steht für Toleranz und die Kraft der Aufklärung.

Lessing reagierte mit seinem letzten Werk auf die religiöse Orthodoxie und Intoleranz seiner Zeit. Ort der Handlung ist Jerusalem um 1190, zur Zeit des dritten Kreuzzugs, eine Stadt, in der Christentum, Islam und Judentum direkt aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt des Stücks steht die berühmte Ringparabel, die sich um die Frage dreht, welche der drei großen Weltreligionen die wahre sei. Nathans Antwort, der zufolge keiner der monotheistischen Religionen der Vorzug gegeben werden kann, hat an Aktualität bis heute nichts verloren.
 

Damit das tolerante Miteinander keine Utopie bleibt

Mit einer Aufführung von Lessings Stück „Nathan der Weise“ soll ab 9. November auch in Magdeburg ein Zeichen der Toleranz gesetzt und das gegenseitige Verständnis der Religionen gefördert werden. Dazu werden bei diesem außergewöhnlichen Theaterprojekt neben professionellen Schauspielern auch deutsche Jugendliche und Jugendliche mit Fluchterfahrung mitwirken. Im Rahmen der Kooperation des Theaters Poetenpack mit der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt sowie dem Verein TOLL e.V. finden bereits seit Ende August Proben mit den Jugendlichen zur Vorbereitung der Aufführungen in Magdeburg statt.

 

Video

Pressestimmen

Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung vom 19. September 2017
„Echt krass! Theater4You“ startet mit einem intensiven Schulprojekt in die neue Saison. Achtzehn Schülerinnen und Schüler der internationalen Klasse und des Kurses „Darstellen und Gestalten” wirken an der außergewöhnlichen Inszenierung mit. In einem einwöchigen Workshop arbeiten die Jugendlichen nun gemeinsam mit den Profi-Schauspielern vom Theater „Poetenpack“. Am Dienstag, 26. September, ist das Ergebnis um 10 Uhr zu sehen."

DeWeZet vom 28. September 2016
„Zentraler Pol und Angelpunkt - klar doch: die Ringerzählung - und die lebt, auch hier, vom Nathan. Eine bewundernswerte Leistung von Teo Vadersen. [...] Zutiefst beeindruckend - so ganz still und konzentriert ist Theater-Publikum selten - die Schüler, die hier als Chor so multikulturell eingesetzt werden. [...] Andreas Hueck hat die Idee mit jungen Immigranten symphatisch umgesetzt und dem Stück damit eine Realität gegeben, die es sonst vermutlich nicht mehr gehabt hätte." 

Rundfunk Berlin-Brandenburg, Kowalski & Schmidt vom 17. Januar 2016
„Nathan und die Flüchtlinge - Simone Kabst (Sittah) "Ich glaube, das ist das größte Geschenk, das wir bekommen, der persönliche Kontakt, der entschärft alles, der entschärft Vorurteile, Missverständnisse und macht auf einmal einen Horizont frei."

Kultursegler vom 30. Oktober 2015
"Märchenhaft schön. Dieser Ring ist von feinstem Schliff, facettenreich schillernd, rund und märchenhaft schön."   

Deutschlandfunk, Kultur heute vom 30. Oktober 2015
„Versöhnung der Religionen? - Der Regisseur Andreas Hueck schafft es mit seinen vorzüglichen Schauspielern auf einer nur mit wenigen Säulenresten ausgestatteten Bühne, aus Lessings Demonstrationsfiguren lebendige Menschen zu machen. (...) Wir erleben ein freies Theater, das einen "Nathan" von zugleich poetischer und politischer Klarheit präsentiert."

Potsdamer Neueste Nachrichten vom 17. Oktober 2015
"Wir brauchen mehr Ringe - 16 Jugendliche, die zum Teil erst seit wenigen Monaten in Deutschland sind, begleiten nun das Stück, vornehmlich drei Szenen, in denen es um religiöse Rituale geht: eine katholische Erstkommunion, ein muslimisches Morgengebet und eine jüdische Hochzeit und Beerdigung."

Märkische Allgemeine vom 16. Oktober 2015
"Weil auch neun Flüchtlingskinder verschiedener Religionen aus einer Willkommensklasse der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule an der Inszenierung mitwirken, sind bereits die Theaterproben zu einer ersten Prüfung in Toleranz geworden. Rituale aus drei Religionen finden im Rahmen des Stücks in der Kirche statt."

Potsdamer Neueste Nachrichten vom 6. Juli 2016
"Sprachtraining in einer Willkommensklasse"

 

Bisherige Gastspiele

2017
Bremerhaven
Bückeburg
Uelzen
Brunsbüttel

2016
Potsdam
Magdeburg
Unterschleißheim
Lennestadt
Hameln

2015
Potsdam

Repertoire

Netboy
Petra Wüllenweber | 2017

Mein lieber Herr Katharina
unterhaltsame Betrachtungen aus dem Hause Luther | 2017

GIFT. Eine Ehegeschichte
von Lot Vekemans | 2017

Der eingebildete Kranke
Komödie von Molière | 2017

Der kleine Prinz
Familienstück nach Antoine de Saint-Exupèry, dramatisiert von Elisabeth Vera Rathenböck | 2017

Cyrano de Bergerac
von Edmond Rostand | 2016

Das Jahr magischen Denkens
von Joan Didion | 2016

Nathan der Weise
Gotthold Ephraim Lessing | 2015

Pettersson und Findus
Sven Nordqvist für die Bühne bearbeitet von Dagmar Leding | 2015

Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie
von Woody Allen | 2015

»Kunst«
Komödie von Yasmina Reza | 2014

Minna von Barnhelm
Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing | 2014

Oh, wie schön ist Panama
von Marianne Terplan nach der Erzählung von Janosch | 2013

Onkel Wanja
Szenen aus dem Landleben von Anton Tschechow | 2012

Mein Kampf
Farce von George Tabori | 2011

Dinner for One - wie alles begann
Komödie von Volker Heymann rund um den berühmten TV-Sketch | 2007

Der zerbrochene Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist | 2007

Mozart & Casanova
Komödie von Kerstin Tomiak mit Musik aus ‚Don Giovanni’ | 2006

Ich denke oft an Kladow im April
ein Abend über Leben und Werk Mascha Kalékos mit Liedern von Kurt Weill | 2005

Die Judenbank
Volksstück für einen Schauspieler von Reinhold Massag | 2002

Offene Zweierbeziehung
Beziehungskomödie von Dario Fo und Franca Rame | 2002

Casanova - oder die Philosophie der Verführung
Schauspiel mit Barockmusik | 2001

Nein, zärtlich bist du nicht!
Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky | 2000

Nach Süden
Porträt über Fanny Hensel mit Liedern ihrer ‚Italienreise’ | 1999

Rilke und Lou
ein musikalisch-literarisches Programm über die Liebe zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke mit Musik von Sergej Prokofjew | 1999