wasser-zeichen.png

Netboy

Petra Wüllenweber | 2017

Nächste Vorstellung:

16.10.2018
Landsberg am Lech

16.10.2018
Landsberg am Lech

mehr Termine

Besetzung

Barbara Fressner (Marie), Clara Schoeller (Sarah), Jörg Vogel (Olaf), Andrea Seitz (Maries Mutter), Wolf Gerlach (Netboy [Spracheinspielung]), Andreas Hueck (Maries Vater [Videoeinspielung]).

Regie: Michael Neuwirth
Ausstattung: Janet Kirsten
Bühnenbild: Kim Köster (Animation)
Komposition: Niklas Engelbrecht
Regieassistenz: Yannik Mersch

Beschreibung

Es gibt Tage, an denen alles nervt, die geschiedenen Eltern, die Lehrer und manchmal sogar die besten Freunde. Dann braucht nur noch eine Kleinigkeit dazu zu kommen und man fühlt sich so richtig beschissen. In solchen Momenten zieht sich Marie in den Chatraum MeetYou zurück. Dort lernt sie Netboy kennen. Er ist charmant, hört zu und hat Verständnis für Maries Probleme, jedoch rät er ihr zu einem üblen Streich, der für sie böse Konsequenzen hat...

»Netboy«, 2013 uraufgeführt, zeigt aus Maries Perspektive, in welche ungeahnten Abhängigkeiten Jugendliche im Internet geraten können, wie aus erst ganz unverfänglichen Geschichten lebensbedrohliches Cybermobbing wird, wie wichtig und wie anfällig Freundschaften sind und wie hilfebedürftig man sein kann.

Die Inszenierung von Michael Neuwirth spürt der Sehnsucht nach, sich der Realität zu entziehen, anonym und scheinbar ungefährdet seine Fantasien auszuleben. Es geht um Macht, das Gefühl Dinge verändern zu können, es geht um Bestätigung, Anerkennung und die Verlorenheit in einer Welt, der die verlässlichen Systeme abhandengekommen sind. Der Revuecharakter von Wüllenwebers Stück wird aufgegriffen und erzählt die Geschichte über Liebe, Freundschaft, Eifersucht und Macht in einem animierten Bühnenraum, der den Schauspielern viel Raum für ihr leidenschaftliches Spiel lässt.

 

Video

Pressestimmen

Eine Rezension eines Schülers der Sekundarschule LebenLernen in Magdeburg vom 11. Dezember 2017:

Unsere Klasse sah sich am 22. November 2017 das Theaterstück „Netboy“ – über Cybermobbing, Verrat und Freundschaft – in der Grünen Zitadelle an. Gespielt wurde es vom Theater Poetenpack Potsdam.
Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Marie, welche zurzeit mit einigen Problemen zu kämpfen hat: ihre Eltern sind geschieden und die neue Freundin des Vaters ist abscheulich, die Lehrer nerven und selbst die beste Freundin Sarah ist manchmal nicht besser. Hinzu kommt auch noch, dass ein nerdiger Junge namens Olaf, welcher einige schizophrene Züge aufweist, von Kopf bis Fuß in sie verliebt ist. Da kommt ihr der online Chatroom „MeetYou“ ziemlich gelegen. Dort lernt Marie einen Jungen namens Netboy kennen. Er ist charmant und scheint für jedes ihrer Probleme ein Zitat vom Schriftsteller Franz Kafka bereit zu haben. Doch dieser Netboy bringt Marie dazu, eine unüberlegte Tat zu begehen…
Die Darsteller spielten sehr enthusiastisch, ausdrucksvoll und ließen sich nicht vom Publikum ablenken und bezogen dieses sogar anfangs mit ein, sodass sie ihre Gefühle sehr gut dem Publikum entgegenbringen konnten. Des Weiteren harmonierten die Kostüme sehr gut mit der Charakteristik der Schauspieler.

Großes Theater mit nur drei Boxen und einer Leinwand

Das Bühnenbild war ziemlich schlicht gehalten – und zwar lediglich durch eine Leinwand, auf welche der aktuell dargestellte Handlungsort projiziert wurde. Zusätzlich waren dort immer mindestens eine bis maximal drei Boxen, welche – abhängig von der Szene – als Bett, Toilette, Parkbank oder Sonstigem fungierte.
Das Nutzen dieser modernen Technik macht es möglich, zwischendurch kleine Überraschungen einzubauen, welche sonst wohl kaum inszenierbar  gewesen wären.
Die Stimmung im Theater war trotz des wirklich ernstzunehmenden Themas entspannt, aber auch dies war wieder von der Szene abhängig abhängig.

Für jeden etwas Interessantes

Ich kann das Stück jedem Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen, weil es auf einem sehr aktuellen Thema basiert. Man darf nicht die Ernsthaftigkeit des Themas missachten, denn Mobbing kann echt dramatisch enden! (Nick Moldenhauer, Klasse 10)

Weiter kritische Bewertungen zum Stück:

„Alle Schauspieler haben sehr ausdrucksstark gespielt. Das Bühnenbild wurde sehr schlicht in einer Schwarz-Weiß-Optik gehalten. Trotzdem wirkte es lebendig. Mir hat das Stück sehr gefallen, da es zum Nachdenken anregt und ein aktuelles Thema behandelt – Cybermobbing, von dem der eine oder andere schon selbst einmal betroffen war. Auf Grund des Alters und der mangelnden Lebenserfahrung kann das Internet sehr gefährlich werden!“ (Scarlett Männig, Klasse 10)

„Ich empfehle das Theaterstück weiter, da es Aufschluss über Situationen gibt, die jeden im Leben treffen können. Mein Fazit: Traue im Internet niemandem!“ (Laura Nold, Klasse 10)

 

Bisherige Gastspiele

2018
Zerbst/Anhalt
Schönebeck
Salzwedel

2017
Magdeburg
Aschersleben
Staßfurt
Bernburg

Repertoire

Vorzimmer der Liebe
Kai Schubert | 2018

Das Spiel von Liebe und Zufall
von Marivaux | 2018

Netboy
Petra Wüllenweber | 2017

GIFT. Eine Ehegeschichte
von Lot Vekemans | 2017

Der eingebildete Kranke
Komödie von Molière | 2017

Der kleine Prinz
Familienstück nach Antoine de Saint-Exupèry, dramatisiert von Elisabeth Vera Rathenböck | 2017

Cyrano de Bergerac
von Edmond Rostand | 2016

Das Jahr magischen Denkens
von Joan Didion | 2016

Nathan der Weise
Gotthold Ephraim Lessing | 2015

Pettersson und Findus
Sven Nordqvist für die Bühne bearbeitet von Dagmar Leding | 2015

Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie
von Woody Allen | 2015

»Kunst«
Komödie von Yasmina Reza | 2014

Minna von Barnhelm
Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing | 2014

Oh, wie schön ist Panama
von Marianne Terplan nach der Erzählung von Janosch | 2013

Onkel Wanja
Szenen aus dem Landleben von Anton Tschechow | 2012

Mein Kampf
Farce von George Tabori | 2011

Dinner for One - wie alles begann
Komödie von Volker Heymann rund um den berühmten TV-Sketch | 2007

Der zerbrochene Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist | 2007

Mozart & Casanova
Komödie von Kerstin Tomiak mit Musik aus ‚Don Giovanni’ | 2006

Ich denke oft an Kladow im April
ein Abend über Leben und Werk Mascha Kalékos mit Liedern von Kurt Weill | 2005

Die Judenbank
Volksstück für einen Schauspieler von Reinhold Massag | 2002

Offene Zweierbeziehung
Beziehungskomödie von Dario Fo und Franca Rame | 2002

Casanova - oder die Philosophie der Verführung
Schauspiel mit Barockmusik | 2001

Nein, zärtlich bist du nicht!
Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky | 2000

Nach Süden
Porträt über Fanny Hensel mit Liedern ihrer ‚Italienreise’ | 1999

Rilke und Lou
ein musikalisch-literarisches Programm über die Liebe zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke mit Musik von Sergej Prokofjew | 1999