Motiv (c) Rayk Goetze
Hexenjagd (The Crucible)
von Arthur Miller | neu übersetzt von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf
In seinem Drama nimmt Miller Anfang der Fünfziger Jahre Ereignisse auf, die sich 1692 in der Kommune Salem in Massachusetts wirklich zugetragen hatten. Die Salemer wollten ein „Neues Jerusalem“ aufbauen, eine Theokratie, wo religiöse und staatliche Macht ein Herrschaftssystem bildeten, in dem jegliche Abweichung von Sitten und Vorschriften strengstens verfolgt wurden. Ein paar halbwüchsige Mädchen führen im Wald nur leicht bekleidet Tänze um ein Feuer auf. Durch Zufall werden sie entdeckt, was zu heftiger Aufregung in Salem führt: Heidnische Exzesse, sexuelle Ausschweifung, Sittenlosigkeit – die Glaubensgemeinschaft ist entsetzt.
Der Schock der Entdeckung und die Angst vor Bestrafung lässt die Kinder seltsame Krankheiten vortäuschen, die von Ärzten nicht zu erklären sind. Und sie beschuldigen folgenschwer wahllos andere Mitglieder der Gemeinde, mit dem Teufel im Bund zu stehen. Schnell verständigen sich die Institutionen Kirche und Rechtsprechung darauf, systematisch zur „Hexenjagd“ zu blasen.
Zum Zeitpunkt der Uraufführung des Stücks am New Yorker Broadway 1953 traf es auf politische Zustände, die es höchst aktuell werden ließ. Die Jagd gegen kritische Geister und antiamerikanische Umtriebe in der McCarthy-Ära war in vollem Gang.
Premiere: 24. Juni 2027
Aufführungsrechte beim S.Fischer Verlag, München
Besetzung:
Mit: elf SchauspielerInnen
und einer/m Musiker/in
Regie: Sonja Wassermann
